Blog Training

Die Kraft der Futterspiele!

 

Hey Hundefreunde,

 

Flip1

ich sag es euch... ich mag Autofahren ja gar nicht. Wenn ich das Auto nur sehe, versuche ich schon, schnellstmöglich zu entkommen. Ich steige freiwillig ein, aber ich kann mich gar nicht entspannen. Schuld ist Frauchen. Ja! Immer passiert nach der Autofahrt etwas Aufregendes. Entweder trailen wir, gehen in einem neuen Gebiet spazieren, oder ich lande beim Tierarzt. 

Jedenfalls belle ich viel im Auto. So lange es fährt, ist alles in Ordnung. Aber sobald ich den Eindruck habe, dass wir anhalten, melde ich mich deutlich und langanhaltend zu Wort.

Frauchen scheint es wohl mittlerweile zu stören :-) denn sie übt mit mir.

Eigentlich muss ich nicht wirklich etwas tun. Auf unserer Entspannungsdecke komme ich mittlerweile sehr gut zur Ruhe und wir sind soweit, dass Frauchen die Decke ins Auto legen kann und ich dort gerne reingehe. 

Aber am tollsten finde ich, dass wir im Auto unsere vertrauten Futterspiele machen. Frauchen versteckt Leckerlis in Socken, Papiertüten und Spielzeug und ich popel das Futter dann heraus. Es macht mir Spaß und es fördert mein Selbstvertrauen. Ich kann im Auto denken! Frauchen sagt immer "Ein guter Grundpfeiler für das Training und den nächsten Schritt!"

Sie sagt, dass Futterbeschäftigungen für sie ein wichtiges Trainingstool sind. Weil wir dann im denkenden Modus sind, mit Vorfreude auf das Futter. Also ein guter Zustand, um sich mit schwierigen Situationen auseinander setzen zu können. Ich nehme meine Umgebung nämlich trotzdem wahr, auch wenn meine Nase in einer Schachtel schnüffelt. Und diesen Zustand verknüpfe ich mit der Umgebung und den Situationen oder Gegenständen in meiner Nähe.

Sie legt auch Gegenstände, die ich eher mit Skepsis betrachte, einfach zwischen den Futterparcour oder integriert sie sogar. Zum Beispiel die Zeckenzange und das Schergerät, oder den Maulkorb. Mittlerweile lösen diese Sachen bei mir kein mulmiges Gefühl mehr aus.

Frauchen sagt, dass Futterbeschäftigung ein total unterschätztes Werkzeug ist! 

Deswegen empfiehlt sie vielen Hundehaltern die Facebook-Gruppe "HUNDEMAHLZEIT KREATIV + POSTIV!" Hier gibt es jede Menge tolle Ideen, wie ihr eure Hunde mit Futterspielen einfach auslasten und beschäftigen und nebenbei effektives Training integrieren könnt.

So, ich geh mal die Hühnerbrust im Garten suchen!

 

 

Euer Flip-Di-Wipp

 

 

Mitbestimmung heißt nicht Welteroberung!

 

Hey Hundefreunde,

 

Flip

ich, der Flip, muss euch unbedingt was erzählen!  

Ich mag es ja gar nicht, angefasst zu werden! Na gut, Streicheln mag ich, aber bitte nicht von jedem und auch nur dann, wenn ich Lust habe! Aber Untersuchungen, das kann ich gar nicht leiden. Frauchen und Herrchen dürfen das zwar mittlerweile, aber Physiotherapeuten, Tierärzte und alles, was dazu gehört, biss sich bisher an mir die Zähne aus! Beziehungsweise biss ich meine Zähne... naja... ging dank Maulkorb aber nicht! 

Aber Frauchen hat mit mir viel trainiert - und zwar mit meiner Mitbestimmung! Wir haben ein eindeutiges Signal, wann Schluss ist. Und zwar für denjenigen, der mich anfässt! Wir haben einen Kinntouch aufgebaut. Das bedeutet, dass ich, wenn ich mag, mein Kinn in Frauchens Hand lege. So lange das Kinn die Hand berührt, ist für mich alles in Ordnung. Nehme ich das Kinn runter, dann hört man mit der aktuellen Behandlung auf und nimmt die Hände von mir. Ich sage, wann Schluss ist! 

Das tolle ist, dass ich darauf vertrauen kann! Alles kann - nichts muss! Dadurch mache ich die Erfahrung, dass das ganze halb so schlimm ist! 

Lege ich mein Kinn auf Frauchens Hand, sagt sie mir, was als nächstes kommt. Aktuell sagt sie oft "Anfassen", dann weiß ich, dass ich von jemandem angefasst oder massiert werde. Halte ich bis zu meinem Markersignal durch, bekomme ich eine tolle Belohnung. 

Ist mir das zu heikel, weil die Hand vielleicht zu nah an meine empfindliche Stelle ist, dann nehme ich mein Kinn weg und wir machen eine kurze Pause. Na gut, das ist immer ein bisschen doof, weil ich keinen Keks bekomme. Aber wenn ich sie dann auffordere, mir die Hand wieder hinzuhalten, bekomme ich auch einen Keks. Meist macht es Frauchen dann wieder etwas leichter und tastet sich dann ran. 

Ja, also meine Physiofrau ist wirklich begeistert. Innerhalb von zwei Sitzungen haben wir Dauer und Häufigkeit erhöhen können. Und die Physiofrau hat sogar ein bisschen Tellington Touch machen können! Früher hätte sie spätestens beim Touchen meine zarten Beißerchen gespürt! Aber so ist das eigentlich viel besser, finde ich! Und nee, das hat mit Bestechung gar nix zu tun! Denn keiner hält mir das Leckerchen vor die Nase und sagt "Wenn du artig bist, bekommst du einen Keks!" Und nur, weil ich sage, wann Schluss ist, bin ich nicht dominant! Ich höre trotzdem auf mein Frauchen und die Couch gehört eh mir! Jawoll! 

Dieses Kooperationssignal benutzen wir auch beim Kämmen. Ich mag ja gar nicht still halten und weil ich so aufgeregt bin, wusel ich immer in der Gegend rum. Aber mit dem Signal halte ich still und lausche, was passiert. Nichts passiert! Tut nix weh! Also kann ich auch länger stillhalten! Das hätte ich vorher, mit meiner Nervosität nieeee gemerkt!

Und wenn ihr wissen wollt, wie der Aufbau eines Kooperationssignals funktioniert, dann fragt Frauchen!

Euer Flip-Di-Wipp

 

 

Einfach mal chillen

"Komm mal wieder runter!" - das ist, glaube ich, Frauchens Lieblingssatz. Meist sagt sie das, wenn ich mich mal wieder furchtbar über etwas aufrege! Na super! Das hilft mir nun auch nicht weiter! Weder beruhige ich mich nach so einem Satz, noch weiß ich, was ich dann tun soll!

Das Frauchen scheint aber gecheckt zu haben, dass da andere Saiten aufgezogen werden müssen.
Jedenfalls sagt sie immer "müüddee", wenn ich schlafe oder wenn ich mal einfach vor mich hin döse (was auch bei einem Dackel mal vorkommen kann :-) ). Ich mag ja nicht so gern angefasst werden, aber bei den Mädels krault und massiert sie dann auch, während sie immer mal wieder "müddee" murmelt.

Ist eine feine Sache! Wenn Frauchen nämlich sieht, dass ich mich gerade wieder aufrege, dann nennt sie unser Entspannungswort. Ich kann sie dann plötzlich wieder wahrnehmen und Angebote zu anderen Sachen annehmen! Ich schlafe dann natürlich nicht ein, wenn ich meinen Erzfeind sehe. Aber ich kann mich mal kurz von ihm abwenden und meistens gibt es dann was tolles wie eine Leckerli-Suche, oder wir entfernen uns einfach von diesem Feind. Frauchen sagt, dass unser Entspannungssignal ein Türöffner ist. Unser Erregungsniveau sinkt durch das Signal kurz ab und gibt euch die Chance, wieder zu eurem Hund durchzudringen, sein Erregungsniveau kurzfristig herabzusenken. Wichtig dabei ist, dass man danach agieren muss. Also es bringt überhaupt nichts, wenn Frauchen bei Sicht des Erzfeindes das Signal murmelt und der Erzfeind kommt immer näher! Dann rege ich mich nämlich doch wieder auf, weil das Signal ja nur eine kurzfristige Entspannung bringt.

Frauchen sagt auch, dass wir das Signal immer wieder aufladen müssen. Wie einen Akku. Klar, wenn sie das Signal immer nur sagt, wenn ich auf 180 bin, dann verknüpfe ich das Signal mit Aufregung. Wenn sie es dann sagt, rege ich mich auf, statt zu entspannen.
Merkt euch daher: Wenn ihr das Signal benutzt, muss es danach wieder aufgeladen werden!Neben Wörtern kann man auch Düfte oder Gegenstände mit Entspannung verknüpfen! Wenn Frauchen zum Beispiel mein Kräuterkissen zu mir legt, dann werde ich auch schnell entspannt. Das macht sie vor allen Dingen in neuen Umgebungen, oder wenn wir alleine bleiben müssen! Und der Aufbau ist total easy. Einfach den Gegenstand dazu legen, wenn wir schlafen - wegnehmen, wenn wir wieder aufstehen - fertig!

Frauchen hat uns mal dabei gefilmt, wie sie das Entspannungssignal mit drei Hunden gleichzeitig aufbaut: Video

Also Leute, Signal aufbauen, in entsprechenden Situationen benutzen und eurer Fellnase Alternativverhalten anbieten, belohnen, danach wieder mit Entspannung aufladen!

chillen

Viel Spaß wünscht euch das Dackeltier
Flip

 

Hitzefrei?

Liebe Hundefreunde,

hitzefreibei der Hitze möchte man doch am liebsten gar nicht vor die Tür. Also ich, die Abby, mag Wärme gar nicht! Stella und Flip dagegen macht das irgendwie gar nix aus! Stellt euch mal vor, selbst bei brütender Hitze toben die beiden miteinander! Gut, das Frauchen für die Hitze perfekt gewappnet ist. Sie passt ihre Belohnungen immer an unsere Bedürfnisse an!
Auch gut, dass der Rheinarm nur 300m entfernt von uns ist! So tingelt Frauchen mit uns über die Wiesen fast täglich zum Baden dort hin. Und natürlich werden wir auch hier belohnt. Das ist gar nicht so einfach mit uns Dreien, weil wir total unterschiedliche Sachen mögen.
Letztens habe ich in Frauchens Tasche geschnüffelt, und das hatte sie alles für uns dabei:

  • Gefrorene Brühe in Gläsern zum Schlecken! Das war richtig cool, wir saßen eine halbe Stunde unter einem Baum und haben die Gläser leer geschlabbert! Das war so erfrischend!
  • Schleckerchen mit richtig kalter Leberwurstbrühe
  • eine kleine Wasserpistole mit kalter Brühe (Flip jagd so gerne dem Strahl hinter her! Aber anfangs fand er es eher beängstigend. Gut, dass Frauchen Verständnis hat. So hat sie Flip langsam an die Wasserpistole herangeführt. Nun findet er es richtig toll)

Als wir am Wasser angekommen sind, haben wir endlich plantschen dürfen! Frauchen ruft uns vorher immer noch mal und schickt uns dann ins Wasser! So lohnt sich kommen gleich noch mal richtig!
Im Wasser hat sie dann Leckerlis in kleine Schälchen gestellt, so dass ich sie herausfischen musste! Das war ganz schön anstrengend!

So macht die Hitze Spaß! Denn wer kommt schon gerne zu Frauchen, wenn bei der Hitze nur ein trockener Keks wartet? Ich nicht!!! Und Stella auch nicht! Und Flip. Naja, der geht bei der Hitze auch buddeln *kopfschüttel*

Bei unserem Trödelspaziergang haben wir sogar Hunde gesehen, die am Fahrrad laufen mussten! Bitte, liebe Hundefreunde! Nötigt eure Hunde nicht, so schnell laufen zu müssen! Selbst, wenn es nur kurz ist, die Belastung für unser Herzkreislaufsystem ist wirklich enorm! Vor allem, wenn die Hunde danach ins kalte Nass gehen, können Kreislaufbeschwerden entstehen! Meidet heißen Asphalt und sonnige Plätze. Genießt den Schatten, kühle Wiesen, gönnt uns kühle Belohnungen wie gefüllte und gefrorene Kongs, oder lasst uns einfach auf den kalten Fließen chillen!

Ihr könnt auch uns auch Kühldecken zur Verfügung stellen. So können wir selbst entscheiden, wie kalt wir es haben wollen. Bei
Kühlmänteln solltet ihr uns unbedingt genau beobachten, ob uns das auch tatsächlich gut tut und wir uns wohlfühlen!

Wir Fellnasen wünschen euch schöne Sommertage!

Eure Abby

Der kriegt den doch eh nicht!

"Der kriegt den doch eh nicht!" hörte ich letztens wieder, als zwei andere Hunde einem Hasen hinterher gehetzt sind! Aber der Flip, die Abby und ich, Oberstreber Stella, sind nicht mit gehetzt. Mein Frauchen stören solche Aussagen immer, sie weiß nämlich, dass wir durchaus fähig sind, Kaninchen und anderes leckeres Vieh zu erwischen! Ich mach das ja auch gerne. Hey, als Straßenhund weiß ich, was ich will!
Frauchen hat schnell gemerkt, dass man mit Verboten bei mir nicht weit kommt. Pah! Darf ich nicht? Gut, dann warte ich eben, bis du mal wieder nicht schaust! Ja, das war meine Strategie. Früher! Aber Frauchen hat mit mir einen Pakt geschlossen! Ich darf Spuren anzeigen und auch verfolgen! Dafür komme ich wieder gerne und zuverlässig zurück! Hier seht ihr, wie ich Hasenspuren auf dem Feld verfolge. Natürlich musste ich dafür anfangs an der Schleppleine bleiben, weil das Kommen gar nicht so einfach war. Aber mittlerweile brauche ich die Leine dafür nicht mehr. Wenn mir ein Hase über die Füße flitzt, bleibe ich total angewurzelt stehen! Frauchen sagt dann immer "Lauern!". Das bedeutet für mich, dass ich beobachten darf. Die Vorderfüße müssen aber fest stehen! Ich sag euch Leute, das ist manchmal ganz schön schwer. Wenn ich aber brav war, darf ich die Spur noch ein paar Meter verfolgen. Meist komme ich mittlerweile von alleine wieder zurück. Frauchen hat nämlich immer irgendeine megageniale Überraschung für mich!

Ich gehe gerne in die Büsche stöbern. Und bald ist wieder Brut- und Setzzeit (März bis Juli). Damit ich nicht mehr so viel ins Gestrüpp geh und Frauchen immer "Komm da raus" sagen muss, hat sie voll die einfache Lösung! Wochen vorher beginnt sie immer, mich zu belohnen, wenn ich auf dem Weg bleibe. Ist doch voll easy, oder? Wenn ich an den Wegesrand gehe, gibt sie mir immer mein Markersignal und belohnt mich. Außerdem bekomme ich auch immer wieder Belohnungen, wenn ich aus dem Gestrüpp komme. Wir spielen dann Felldummyhetzen, oder ich darf das Dummy suchen! Auf dem Weg natürlich! Und weil Frauchen weiß, wo das Wild ist, gehen wir immer gerne zu Büschen, in denen nicht so viel los ist. Dort riecht es trotzdem interessant. Wenn ich dann brav am Wegesrand geblieben bin, darf ich dort rein zum Schnüffeln.

So finde ich es gar nicht so schlimm, auf dem Weg zu bleiben. Außerdem darf ich ja weiterhin Mäusebuddeln!

Wie sagt Frauli immer? "MIT statt gegen den Hund!" Sonst hätte sie sich ja auch einen Plüschhund holen können! Außerdem gibt es auf www.markertraining.de eine tolle Einleitung in das Thema Jagdersatztraining! Geht doch da einfach mal stöbern :-)

streber stella

 

Eure Streber-Stella

 

copyright © 2021 partner4paws Susanne Bretschneider